Sonntag, 14.10.2012 : FSG Wartenberg II - Haimbacher SV II 2 : 1

Niederlage in der letzten Spielminute: Man muss der Fairness halber vorab den Gastgeber als den verdienten Sieger anerkennen, wenngleich der entscheidende Treffer förmlich in letzter Sekunde fiel.

 

Zum Auswärtsspiel trafen sich nach insgesamt fast 15 Absagen, verletzungsbedingten Ausfällen und Kandidaten, die sich für den Kader 1. Mannschaft bereit hielten, die übrigen Spieler, um im Rahmen Ihrer Möglichkeiten das Spiel zu bestreiten. Praktisch an jedem Spieltag sind von der Tabellensituation dann Spielresultate die Folge, die von der Papierform eigentlich nicht nachzuvollziehen sind, so auch heute beim Auswärtsspiel gegen die FSG Wartenberg II.

Die aufgrund der beschiebenen Spielerdecke über praktisch 90 Minuten überlegenen Gastgeber, übernahmen ab dem Anpfiff die Kontrolle des Mittelfeldes, wo wir uns ununterbrochen mit der Verrichtung der Defensivarbeit konfrontiert sahen. Insgesamt konnten wir die überwiegenden Angriffsituationen mit etwas Glück aber auch Geschick und Einsatzbereitschaft entschärfen, allerdings lag öfters ein Treffer im Bereich des Möglichen. Überraschend fiel dann nach einem der ganz wenigen Konter durch die tatkräftige Unterstützung des Gästetorwarts die Führung für den HSV in der 18. Minute. Marc Engel hatte einen recht harmlosen Ball zentral aufs Tor geschossen, den sich der bedauernswerte Schlussmann selbst ins Tor lenkte. Dies sollte aber der annähernd einzigste Torschuss des HSV bleiben, der mit dem heutigen Kader trotz Bemühungen kein Offensivpotential entfalten konnte.

Konnte dieser Vorsprung noch in die Pause gerettet werden, muss man auch die mangelnde Fitness einiger Spieler erwähnen, die nach längeren Verletzungspausen oder Abwesenheit im Training hier konditionell an Ihre Grenzen gestoßen sind. Die kraftraubenden, herbstlichen Platzverhältnisse auf dem großen Sportgelände in Wartenberg trugen dazu bei, das nach einer Vielzahl abgefangener Angriffe, letztlich der Ball im sprichwörtlichen Getümmel frei für den Gegner lag, der dann aus kurzer Distanz, den hochverdienten Ausgleich in der 70. Minute erzielte. Versuchten wir auch weiter die Defensivordnung zu halten, fehlte es aber auch an Entlastungen und Verschnaufpausen, da zu viele Bälle im Spielaufbau verloren gingen und die nächste Offensivaktion der Wartenberger einleiteten. Kurz vor Ende des Spiels verloren wir unnötigerweise einen Spieler durch eine gelb - rote Karte, was uns zusätzlich benachteiligte. In der letzten Spielminute fiel dann nach einem Freistoß von der Strafraumaussenlinie der Siegtreffer des Gastgebers, als durch mangelnde Konzentration bei dieser Standardsituation ein freistehender Spieler aus kurzer Distanz am langen Pfosten einköpfte. Wenngleich der Sieg nach dem Spielverlauf und der objektiven Leistungsfähigkeit beider Mannschaften korrekt ist, stößt es bitter auf, ihn 89 Minuten mit aller Kraft verhindert zu haben.

Fazit: Die Ursache dieser Niederlage liegt an dem extrem knappen Spielerkader des heutigen Spieltages. Die Begründungen der Absagen einiger Spieler sind recht zweifelhaft und teilweise nicht akzeptabel. Die Mannschaft, die sich mit den bestehenden Möglichkeiten dem Gegner heute entgegenstellte, hat alles versucht und sehr beherzt gekämpft, das kann man nicht bestreiten. Wollen wir aber wirklich etwas erreichen, muss jeder bei der Trainingsarbeit und der Gestaltung des Wochenendes andere Prioritäten setzen. Anstelle den Anschluß an das obere Tabellendrittel zu halten, haben wir ihn nun unötigerweise verloren. Die Spiele entscheiden sich eben doch auf dem Platz und nicht auf dem Papier.

Aufstellung: S. Möller - V.Kafka, M. Jakob, M. Dettler - S. Jonas, O. Pappert, L. Jestädt, A. Mathes, M. Estevez, M. Engel - A. Engel, J. Getmann, K. Bissinger

 
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